Rustikales Kartoffelbrot

Kartoffelbrot in Gusseisernem Topf

Was gibt es Besseres im Herbst als eine Brotzeit mit herzhaftem Brot? Dazu frische Butter, eventuell Wurst oder Käse, ein paar Kastanien und einen Tee oder Glühwein. So sieht für mich der perfekte Herbstabend aus. Ich habe euch schon in meinem letzten Blogbeitrag – dem Rezept für ein Rote Beete Sauerteigbrot – erzählt, dass ich während des Corona-Lockdowns das Brotbacken neu für mich entdeckt habe. Seitdem kaufe ich so gut wie kein Brot mehr, denn das selbstgemachte Brot schmeckt mir einfach viel besser. Nachdem ich in den letzten Monaten eigentlich nur mit Sauerteig gebacken habe, habe ich vor ein paar Wochen angefangen, auch mit anderen Teigen zu experimentieren. Nach mehreren Versuchen ein rustikales Kartoffelbrot herzustellen, habe ich letztendlich das perfekte Rezept für mich gefunden.

Kartoffelbrot durchgeschnitten

Ein Kartoffelbrot besteht, wie der Name schon sagt, neben Hefeteig auch aus Kartoffeln. Dafür könnt ihr bereits am Vortag ohne die Zugabe von Salz mehlige Kartoffeln kochen. Diese werden dann am Backtag geschält und durch eine Kartoffelpresse gedrückt. Durch die Kartoffeln wird das Brot richtig saftig. Allerdings müsst ihr darauf achten, dass ihr dem Teig genügend Salz und auch etwas Brotgewürz zugebt, da das Ergebnis ansonsten relativ fad schmeckt. Das war auch das große Problem an meinen ersten Versuchen: das Brot schmeckte etwas langweilig. Den herzhaften Geschmack bekommt das Kartoffelbrot durch die Zugaben von Nüssen, Röstzwiebeln oder auch Speck. Ich habe bisher nur Walnüsse verwendet, werde aber demnächst einen Versuch mit Zwiebeln starten.

Kartoffelbrot

Wichtig ist außerdem auch, dass ihr dem Brotteig genügend Zeit zum Ruhen lasst. Brotbacken solltet ihr daher nie, wenn ihr im Stress seid oder nicht genügend Zeit habt. Ich lasse meine Hefeteige immer mindestens zwei Stunden – oft aber auch über Nacht – ruhen. Anschließend forme ich einen Brotlaib, dem ich dann auch noch Zeit zum Rasten gebe. Wichtig dabei ist, den Teig bei Zimmertemperatur stehen zu lassen und ihn mit einem Geschirrtuch abzudecken. Denn ist der Raum zu kalt, geht der Teig nicht richtig auf; deckt ihr den Teig nicht zu, trocknet er aus. Da mir bewusst ist, dass es auch manchmal schnell(er) gehen muss, kommt dieses Rezept mit weniger Ruhezeit aus, beinhaltet jedoch etwas mehr Hefe.

Rustikales Kartoffelbrot

Zutaten
  

  • 400 gr Kartoffeln mehlig, gekocht
  • 400 gr Weizenmehl
  • 1 Pkg Trockenhefe
  • 1 TL Honig
  • 15 gr Salz
  • 5 gr Brotgewürz
  • 200 ml Wasser lauwarm
  • 70 gr Walnüsse optional

Anleitungen
 

  • Die Hefe mit etwas lauwarmen Wasser und Honig gut verrühren und etwa eine Minute quellen lassen.
  • Die gekochten Kartoffeln schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Habt ihr keine Kartoffelpresse, könnt ihr die Kartoffeln einfach in sehr kleine Würfel schneiden. Die restlichen Zutaten sowie das Hefegemisch zugeben und zu einem Teig verkneten. Den Teig abgedeckt bei Zimmertemperatur etwa zwei Stunden gehen lassen.
  • Einen Brotlaib formen und nochmals etwa eine Stunde abgedeckt gehen lassen.
  • Backrohr auf 245 Grad vorheizen und einen feuerfesten Topf (gusseisener Brotbacktopf) inkl. Deckel im Backrohr für ca. 30-40 Minuten aufheizen. Den Brotlaib kreuzförmig einschneiden. Den Brotlaib zusammen mit dem Backpapier in den Topf heben und den Deckel schließen. Nach 30 Minuten die Temperatur auf 220 Grad reduzieren und und weitere 20 Minuten fertig backen.

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