Weihnachtskekse backen ohne Stress – 10 Tipps

Einigen von euch kommt dieses Szenario sicher bekannt vor: Weihnachten nähert sich in großen Schritten oder steht bereits vor der Tür. Ihr wollt auf jeden Fall Weihnachtskekse backen, seid aber nicht wirklich darauf vorbereitet. 2020 war für alle von uns stressig genug – damit nicht auch noch der alljährliche Stress rund um die Weihnachtsbäckerei dazu kommt, gebe ich euch zehn Tipps wie ihr ganz ohne Stress und Panik Weihnachtskekse backen könnt. Etwa meine Kaffeeschnitten oder Lebkuchen.

Nimm dir Zeit

Zeit ist beim Keksebacken das A und O. Denn nichts wirkt sich negativer auf dein Backvorhaben aus als Stress oder Zeitmangel. Denke unbedingt daran, dass du nicht nur den Teig zubereiten, sondern die Kekse anschließend auch formen oder ausstechen musst. Oft soll Keksteig mindestens 20 Minuten oder länger rasten. Deshalb ist es notwendig, dass du diese Zeit einkalkulierst. Die Kekse brauchen außerdem nach dem Backen einige Zeit, bis sie komplett ausgekühlt sind, bevor sie in Schokolade getunkt oder verziert werden können. Anschließend müssen sie noch ausreichend trocknen – am besten über Nacht – bevor sie in Keksdosen verstaut werden können.

Bereite dich vor

Überlege dir, welche Weihnachtskekse du backen möchtest und welche Zutaten du dafür benötigst. Kaufe die Zutaten unter einmal an, oft gibt es in Supermärkten in der Vorweihnachtszeit nämlich größere Mengen im Angebot oder das zweite Produkt gratis. So sparst du nicht nur Zeit, sondern auch Geld. Du brauchst für ein Keksrezept nur das Eidotter? Dann plane auch gleich ein Rezept ein, wo du das Eiweiß verwerten kannst. So vermeidest du unnötige Lebensmittelverschwendung.

Bleibe bei den Basics

Oft finden sich ausgefallene Keksrezepte, die aus mehren Teigschichten bestehen oder mit aufwändigen Cremes gefüllt werden. Vor allem wenn du noch nicht viel Backerfahrung oder nur begrenzte Zeit hast, empfiehlt es sich jedoch bei den Klassikern zu bleiben. Vanillekipferln, Nusskipferl, Lebkuchen, Linzeraugen oder Butterkekse zum Ausstechen lassen sich einfach und schnell zubereiten. Außerdem lassen sie sich problemlos aufbewahren und schmecken zudem so ziemlich jedem. Im absoluten Notfall bekommst du mittlerweile die Keksteige für solche Klassiker in ganz guter Qualität zu kaufen. Aber selbst gemacht schmecken sie natürlich um einiges besser.

Halte dich an das Rezept

Am Besten hältst du dich beim Backen genau an die Zutaten und deren Mengenangaben. Denn diese sind so aufeinander abgestimmt, dass der Teig die perfekte Konsistenz hat, die Kekse im Ofen perfekt aufgehen und die Kekse anschließend auch gut schmecken. Wenn du Mürbteig machst, knete den Teig nur so kurz wie nötig. Sind alle Zutaten gut vermischt und entsteht ein glatter Teig, wickelst du ihn in Klarsichtfolie oder gibst ihn in eine Aufbewahrungsdose und lässt ihn im Kühlschrank rasten. Denn wird der Mürbteig zu lange geknetet, wird er speckig und geht so im Ofen nicht mehr richtig auf. Knete also vor allem ab dem Zeitpunkt, wo das Mehl hinzugefügt wird, den Teig nur so kurz wie nötig durch.

Halte genügend Backbleche bereit

Du hast nur ein Backblech? Kein Problem. Dann bereite einfach genügend Backpapierabschnitte vor, auf die du die rohen Kekse legst. Sobald dein Backblech einsatzbereit ist, legst du das vorbereitete Backpapier mit den Keksen darauf und ab ins Rohr. Achte jedoch unbedingt darauf, dass du die rohen Kekse umgehend ins Backrohr beförderst. Denn bleiben die rohen Kekse zu lange auf dem heißen Blech, gehen sie anschließend beim Backen nicht mehr richtig auf.

Jeder Backofen ist anders

Nimm die Backzeit, die in den Rezepten steht als Richtwert. Denn erstens ist jeder Backofen anders, wodurch die Backzeit leicht variiert. Außerdem kommt es auch darauf an, wie groß du deine Kekse formst und wie dick der Teig letztendlich ausgerollt wird. Dadurch kann sich die Backzeit verlängern oder verkürzen. Behalte deine Weihnachtskekse also stets im Auge und hole sie aus dem Ofen, sobald sie eine leichte Bräunung haben. Nimm das Backpapier mit den Keksen anschließend vom heißen Backblech, damit sie dort nicht weiterbacken.

Lass die Kekse auskühlen

Kekse brauchen unbedingt ausreichend Zeit, um richtig auszukühlen, bevor sie verziert werden. Denn viele Kekssorten sind, wenn sie aus dem Ofen kommen, noch sehr weich. Willst du sie direkt mit den Fingern vom Backblech holen, kannst du dir nicht nur die Finger verbrennen, sondern im schlimmsten Fall zerbrechen die Kekse auch dabei. Am besten gibst du die Weihnachtskekse mitsamt dem Backpapier auf ein Gitterblech und lässt sie dort auskühlen. Du hast kein Gitter? Dann lass die Kekse einfach auf deiner Küchenoberfläche auskühlen. Anschließend kannst du die Kekse mit einer kleinen Palette oder mit einem Küchenmesser vom Backpapierbogen lösen.

Die richtige Verzierung

Deine Weihnachtskekse kannst du je nach Belieben verzieren. Während manche Kekssorten, wie etwa Vanillekipferl, traditionell in Zucker gewälzt werden, werden andere Sorten mit Schokolade verziert. Dazu schmilzt du Kuvertüre am besten über Wasserdampf. Alternativ kannst du sie auch mehrmals für wenige Sekunden in die Mikrowelle geben. Zwischendurch rührst du die Kuvertüre immer wieder um, bis sie die perfekte Konsistenz hat. Denn die Kuvertüre sollte auf keinen Fall zu heiß werden, da sie ansonsten verbrennt oder nach dem Festwerden gräulich wird.

Schaffe ausreichend Platz

Jetzt brauchst du ausreichend Platz. Denn wenn du deine Weihnachtskekse erst mal verziert hast, musst du genügend Platz haben, um sie auch zum Trocknen auflegen zu können. Dazu kannst du die Backpapierbögen wiederverwenden, auf denen du die Kekse gebacken hast. Wenn du Backgitter hast, umso besser. Lege sie dir an einem Ort auf, wo sie dir nicht im Weg stehen. Die Kekse lässt du nämlich am besten über Nacht abkühlen. Denn nichts ist nerviger als ständig Backpapierbögen wegräumen zu müssen, weil du den Platz doch anderweitig benötigst.

Die richtige Lagerung

Nachdem die Kekse ausreichend getrocknet sind, geht es ans Einlagern. Halte dafür ausreichend Keksdosen und am besten auch Butterbrotpapier bereit. Anschließend schichtest du eine Lage Kekse in die Dose, schneidest das Butterbrotpapier auf deine Dosenform zu und legst es über die Kekse. Das verhindert, dass Kekse, die mit Schokolade oder Zuckerguss verziert wurden, miteinander verkleben. Kekse sollten immer trocken und möglichst kühl gelagert werden. Trockene Kekse halten ohne Probleme mehrere Wochen. Kekse mit einer Cremefüllung hingegen sollten nicht länger als eine Woche aufbewahrt werden. Weihnachtskekse werden allerdings nicht im Kühlschrank gelagert!

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